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Milchtüte

January 28, 2018

 

 

Mittwoch Abend um halb zwölf beschloss ich, dass es jetzt nun wirklich mal an der Zeit war dem Pizzamann klar zu sagen, dass das so mit uns nicht funktioniert. Also wirklich, so kann das doch nicht weitergehen! Hochmotiviert und voller Tatendrang griff ich zum Handy und rief ihn an. Nach dem "Hallo", das noch voller Tatendrang steckte fragte ich mich wie man Schluss macht, wenn man gar nicht zusammen ist. Das rumstottern machte es nicht besser. Dann fiel mir die Lösung ein!  Die Milchtüte! Ich erklärte dem Pizzamann also folgendes: Du und ich, wir sind wie eine Milchtüte. Nicht so eine aus Pappe von Lidl oderso, sondern so eine Öko Tüte aus dem Bioladen. Eine die aussieht wie eine Seifenpackung. Die aus Plastik. Was haben die eigentlich im Bioladen zu suchen? Ich meine fast gemerkt zu haben, wie er sich an diesem Punkt die Hand vor die Stirn geschlagen hat. Nun ja, jedenfalls sind wir diese Milchtüte aus Plastik im Bioladen (eine Mogelpackung also!) und ich habe gemerkt, dass da ein Loch drin ist. Kein großes. Nur ein kleines. Und jetzt, naja, jetzt plätschert die Milch halt so vor sich hin, aus der Tüte raus. Nicht so ein großer Schwall. Nein, eher ein kleines Bächlein durch den Supermarkt. (Jeder der mir jetzt noch folgen kann, darf sich nun einmal ganz stolz auf die Schulter klopfen) Die Milchtüte wird immer leerer und dabei ist die doch eigentlich noch ganz neu. Man will ja schon eine prall gefüllte Milchtüte mit nach Hause nehmen.(Ich befürchte spätestens hier ist auch er ausgestiegen.) Das gute ist, wir sind ja noch im Supermarkt. D. h. die kaputte Milchtüte könnten wir noch rechtzeitig an der Kasse lassen und dann gehen wir einfach zurück zum Milchregal und schauen uns an, welche Milchtüten da noch so rumstehen. Und dann nimmt man eine neue, prüft das Haltbarkeitsdatum, den Fettgehalt, den Preis und stellt sie in den Einkaufswagen. Vielleicht bezahlt man die sogar, schafft es aus dem Supermarkt raus und nimmt sie mit nach Hause.

 

Nun ja er fragte mich dann, ob ich ihm nicht einfach klar sagen könne, was los ist. Schade, ich fand meine Milchtüten Story eigentlich total einleuchtend. Also begann ich ihm zu sagen, dass wir uns doch irgendwie distanziert hätten. Zu "und das ist vielleicht gar nicht so schlecht" kam ich gar nicht, weil er mir sofort erklärte, dass das seine Schuld sei. Aha. Ich wiederum wollte einlenken und beschwichtigen."Nein nein, da ist doch niemand schuld dran! Es passt einfach nicht, dass ist doch ok!". Aber dann ging sein Redeschwall schon weiter, er wisse nicht was wir sind (eine Milchtüte, ich habs doch gerade erklärt) und er müsse nachdenken und er hätte gerade so emotionale Gespräche mit einer Freundin geführt und das hätte ihn ein bisschen aus der Bahn geworfen. Hah, super, dachte ich mir! Auf den Zug kann ich aufspringen, bzw. ihn wieder in die Bahn schubsen. Ob es ihr denn auch so ginge, war meine erste Frage. Dann klatschte ich mir selbst mit der Hand gegen die Stirn. Ganz im Ernst?!? Aber vielleicht würde es bei den beiden einfach besser laufen. Ich meine jetzt mal im Ernst, ich könnte mir nicht einmal vorstellen mit ihm befreundet zu sein, denn Freunde schlafen nicht miteinander und das ist das einzige, was wir können. Übereinanderherfallen und übereinander lachen. Er und ich, wir verstehen uns einfach nicht. Also nicht in dem Sinn, dass wir streiten, sondern wir verstehen den anderen einfach nicht. Er redet von Kuh- und ich von Mandelmilch. Nun ja, ihm jetzt seine Freundin anzudrehen ist mir auch noch nicht ganz gelungen. Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass sie sehr sehr sehr intelligent ist. Das hat er gefühlt zehn Mal betont. Was wollte er mir damit sagen? Variante A:Sie ist sehr intelligent und das unterscheidet sie von dir, Rosa!  oder Variante B: Sie ist auch so intelligent wie du und daher könnte es sein, dass es mit ihr und mir auch nicht so gut funktioniert!

 

Ich stimme für Variante B. Nachdem er feststellte, dass er laktoseintolerant sei und ich vegan esse und wir daher beide sowieso keine Ahnung von Milch hätten, bat er mich das Thema zu vertagen. Müde und genervt legte ich auf. Ebenso müde und genervt bat er mich noch um eine einzige Sache. "Bitte schreibe keinen Blogeintrag über die Milchtüte."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nicht, aber muss man

klopfen) auf

n kleiner Schwall  kleiner Strahl kleiner STrahl  kleiner S ekleienr Strahl. Und so langsam wird die

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